Donnerstag, 06.10.2022 19:12 Uhr

Tierquäler-Prozess in Wien

Verantwortlicher Autor: Schura Euller Cook Wien, 12.08.2022, 04:55 Uhr
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Wien [ENA] Das wirklich Erschreckende am Tierquäler-Prozess in Wien am 8. August 2022, ist neben dem Tod des kleinen Malteser Hündchens, die Selbstverteidigung des Angeklagten, der sein Eintreten auf das im Palais Kinski angeleinte Tier damit begründete, dass es "ihm schon den ganzen Tag nicht gut gegangen sei und er nicht wisse, was mit ihm los war." Solche und ähnliche Erklärungen hört man zunehmend in den Gerichtssälen.

Die abscheulichsten Verbrechen gegen Menschen und Tiere werden damit gerechtfertigt, sodass man mit dem Paradox einer anscheinend motivlosen Tat konfrontiert ist. So hat die Focus-Redakteurin in ihrem Artikel "Scheinbar ohne Motiv" den deutschen Maskenmörder von Gersthofen als einen jener Täter bezeichnet, die selbst nicht wissen, warum sie töten und der Spiegel Artikel "Perfekt kaputt" spricht von einem neuen Täter-Typus, dem Mörder ohne Motiv. Typisch dafür sind Aussagen der Täter wie "weshalb ich auf den Hund eintrat, wisse er nicht mehr - irgend etwas muss gewesen sein" Gleichzeitig beteuerte er aber bei seiner Befragung durch die Richterin, dass er nichts gegen Tiere habe, auch nicht gegen den kleinen Malteser, den er schon kannte.

Dass er an diesem Abend, wie meistens, schwer betrunken war, erklärt nicht das ganze Ausmaß einer bestimmten Verwahrlosungskriminalität, die bestimmend für moderne Täterprofile ist, die zwar von der Wohlstandsgesellschaft getragen werden, aber nicht die moralische Kompetenz haben ihre eigenen zerstörerischen Impulse zu zügeln und für die der Sozialstaat ein Freibrief für zügellosen Hedonismus ist, zu dem auch mal die "Freiheit", wenn nicht das "Recht" gehört Aggressionen, Wut oder Frust nach Belieben auszuleben. Die Täter sind dann ganz erstaunt, dass sie sich dafür überhaupt verantworten müssen, denn in ihrer Selbsteinschätzung sind sie eben wie sie sind. Ob sie überhaupt fähig sind Rechtsprechung zu begreifen, ist äußerst fragwürdig.

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