Donnerstag, 06.10.2022 20:21 Uhr

Ein Leben in ständiger Gefahr

Verantwortlicher Autor: Dieter Theisen/Tanja Plenk Bensheim, 13.08.2022, 16:46 Uhr
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Bensheim [ENA] Die humanitäre Hilfe die von vielen Frauen und Männern in den Krisengebieten durchgeführt wird, steht im Zeichen schwierigsten Bedingungen. Zu einem dieser Helferinnen gehört Aida Soumana Hamani, aus Niger .Die Krankenschwester arbeitet in der Region Tillabéri, einer der gefährlichsten Gegenden der Welt. Unsicherheit und Terror gehören hier zum Alltag. Der Welttag humanitärer Hilfe findet in diesem Monat statt.

Auf Grund dessen , bittet die Christoffel-Blindenmission(CBM) um mehr Unterstützung und Schutz für die Mitarbeiter. Roland Schlott, Teamleiter bei der CBM betont, „Menschen wie Aida Soumana Hamani riskieren täglich ihr Leben, um anderen zu helfen. „Sie arbeitet in einer Krisenregion jenseits der Schlagzeilen.Umso wichtiger ist es, dass wir auch diese Helferinnen und Helfer nicht vergessen“, so Schlott.

„Wir müssen dafür sorgen, dass ihnen überall auf der Welt der Schutz zukommt, der ihnen völkerrechtlich zusteht.“ Die 31-jährige Krankenschwester aus Niger ist Nothelferin für ein CBM-gefördertes Projekt in der Region Tillabéri. Das Grenzgebiet gilt als Hochburg bewaffneter islamistischer Gruppen. Im Gespräch mit der Nothelferin Aida wird sehr deutlich, wie gefährlich ihre Tätigkeit ist. Ein Leben in ständiger Gefahr.

„Für mich als Frau bedeutet das, dass ich mich besonderen Gefahren aussetze. Ich weiß, dass ich jederzeit entführt, vergewaltigt oder ermordet werden kann "Als humanitäre Helferin ist sie besonders im Visier von Terrorgruppen. Sobald Aida Gefahr wittert, legt sie ihre Weste ab, auf der der Name ihrer Hilfsorganisation steht, und verschleiert sich. Doch sie weiß, wie wichtig ihre Arbeit für die Frauen in ländlichen Regionen ist: Ihr Land hat weltweit eine der höchsten Geburtenraten. Jede Frau bringt durchschnittlich fast sieben Kinder zur Welt.

Aber die Gesundheitsversorgung ist katastrophal. Und immer mehr Krankenhäuser schließen aus Angst vor Terror. Mit verheerenden Folgen: Nur etwa 30 Prozent aller Frauen bringen ihre Kinder mit der Hilfe einer Hebamme zur Welt. Und weiter: “Viele der Frauen ohne medizinische Hilfe bei der Geburt sterben oder leiden lebenslang unter den Folgen. Etwa unter Vaginalfisteln, die zu Inkontinenz führen. „Etliche Frauen mit Vaginalfisteln werden von ihren Ehemännern und Familien verstoßen. Sie führen ein erbärmliches Leben in Armut. Oft haben sie kaum eine Mahlzeit am Tag“.

Folglich reist sie in die abgelegensten Regionen, um diesen Frauen zu helfen. Sie sorgt dafür, dass sie im Krankenhaus der Hauptstadt Niamey operiert werden und wieder ein Leben in Würde führen können. Zu Aidas Schützlingen gehören auch viele Kinder. Denn auch sie tragen bleibende Behinderungen davon, wenn es an Therapiemöglichkeiten direkt nach der Geburt fehlt. Ein Beispiel hierzu: Ein Klumpfuß, der unbehandelt zu schweren lebenslangen Gehbeeinträchtigungen führt.

Oft wird die dreifache Mutter gefragt, warum sie sich immer wieder auf diese riskanten Einsätze einlässt. „Wer soll diesen Frauen und Kindern helfen, wenn nicht ich?“, sagt Aida. Sie weiß, dass sie mit ihrer Arbeit Hoffnung bringt. Und genau das motiviert sie: „Mein Wunsch zu helfen ist größer als meine Angst.“ In diesem Interviewe wird deutlich wie unendlich wichtig die Tätigkeit dieser ehrenamtlichen Helfer und Helferinnen ist. Wer gerne die Christoffel – Blindenmission unterstützen möchte, www.cbm.de.

Aida bei ihrem Einsatz
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