Sonntag, 19.11.2017 11:30 Uhr

Die unverzichtbarsten Filme des Jahres

Verantwortlicher Autor: Adina K. Haubner, BA Wien, 16.10.2017, 15:13 Uhr
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Viennale-Schriftzug auf der Urania
Viennale-Schriftzug auf der Urania  Bild: © Alexi Pelekanos

Wien [ENA] Von 19. Oktober bis 2. November wird Wien wieder einmal zur internationalen Bühne des Filmschaffens, wenn die Viennale 2017 in ihre 55. Runde geht. Nach dem Tod des langjährigen Festivalleiters Hans Hurch, wird die diesjährige Darbietung mit besonderer Spannung erwartet.

Sprach Franz Schwartz, interimistischer künstlerischer Leiter, bei der Sommer-Pressekonferenz anlässlich der Viennale 2017, noch vom Risiko „beim plötzlichen Tod des Kapitäns einen Passagier auf die Kommandobrücke zu holen“, so zeigt er sich angesichts des zusammengestellten Programms zufrieden und voller Zuversicht, gemeinsam mit einem hervorragenden Team, etwas geschaffen zu haben, dass Hans Hurch gefallen hätte. Hurch, welcher die Viennale selbst als „Fest für die spannendsten, eigenständigsten, lebendigsten und unverzichtbarsten Filme des Jahres“ bezeichnete, legte hier die Messlatte bekanntlich besonders hoch an.

Anders als im Vorjahr wurde das Festival um einen Tag verlängert, was den Veranstaltern erlaubte, die zeitliche Abfolge effektiver zu gestalten und jeden Film zu einem attraktiven Termin zu programmieren. Besonders Augenmerk wurde auch heuer, wie könnte es anders sein, auf den Eröffnungs- und den Abschlussfilm gelegt. Trotz unterschiedlicher Herangehensweisen, behandeln die beiden doch eine sehr wichtige, gemeinsame Thematik; das Leben und den Tod. Ein Thema, welches den Veranstaltern, aus verständlichen Gründen, dieses Jahr besonders am Herzen lag.

Im Regiedebüt von Schauspieler John Carroll Lynch finden wir Harry Dean Stanton, als Hauptdarsteller des Eröffnungsfilms "Lucky", in einer ironischen Reflexion über das Leben und die Dinge die man zurücklässt, wenn man stirbt. Im Abschlussfilm "La Villa" finden sich drei Geschwister am Sterbebett ihres Vaters ein und werden gezwungen über ihr bisheriges Leben Bilanz zu ziehen. Natürlich kommen auch die heimischen Filmemacher nicht zu kurz und so sind die österreichischen Produktionen mit den Spielfilmen "Licht" und "Abschied von den Eltern", den drei Dokumentarfilmen "Cry Baby, Cry", "Tarpaulins" und "Gwendolyn", sowie dem experimentellen Werk "Star" und mehreren Kurzfilmen, zahlreich vertreten.

Auch 2017 wird die Viennale erneut Schauplatz mehrerer Weltpremieren. Darunter der Langfilm "Readers" von James Benning, "Shakkei. Geborgte Landschaften" von Hartmut Bitomsky, "The double life of Paul Henreid" von Mark Rappaport, "Les quatre soeurs" von Claude Lanzmann und "Ramiro" von Manuel Mozos, um nur ein paar Werke zu nennen. Abgesehen von der neuen Location des Festivalzentrums in der Kunsthalle Wien im Museumsquartier, war man auch dieses Jahr bestrebt, das Festival zu einem ausgewogenen Rundumerlebnis für seine Besucher zu gestalten.

So werden neben den Filmaufführungen, Konzerte, Partyabende, kulinarische Schmankerln und spannende Diskussionen mit Gesprächspartnern wie der Schauspielerin Vanessa Redgrave, Tindersticks-Sänger Stuart Staples und Regisseur John Carroll Lynch geboten. Mehr Informationen rund um das Vienna International Film Festival und das Film- und Rahmenprogramm finden Sie unter www.viennale.at

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