Sonntag, 19.11.2017 11:30 Uhr

Deutscher Buchpreis 2017 für Robert Menasse

Verantwortlicher Autor: Ekkehard Boldt Frankfurt Main, 16.10.2017, 15:03 Uhr
Nachricht/Bericht: +++ Kunst, Kultur und Musik +++ Bericht 3896x gelesen
Robert Menasse auf dem Blauen Sofa der Buchmesse
Robert Menasse auf dem Blauen Sofa der Buchmesse  Bild: Ekkehard Boldt

Frankfurt Main [ENA] Zum zehnten Mal wurde in diesem Jahr der Deutsche Buchpreis vergeben. Als unabhängiger Literaturpreis hat er zum Ziel, deutschsprachige Literatur national und international ins Gespräch zu bringen. Daran hat sich bis heute nichts geändert.Mit dem Deutschen Buchpreis zeichnet die Börsenverein...

...des Deutschen Buchhandels Stiftung jährlich zum Auftakt der Frankfurter Buchmesse den deutschsprachigen "Roman des Jahres" aus. Ziel des Preises ist es, über Ländergrenzen hinaus Aufmerksamkeit zu schaffen für deutschsprachige Autoren, das Lesen und das Leitmedium Buch. Verlage können sich mit ihren Titeln direkt um die Auszeichnung bewerben. Die Besonderheit: Auch Titel, die sich zum Zeitpunkt der Ausschreibung noch in der Produktion befinden, sind zum Auswahlverfahren zugelassen. Darüber hinaus steht der Deutsche Buchpreis für eine garantiert unabhängige und kompetente Preisträgerermittlung: Die sieben Juroren prüfen alle eingereichten und den Teilnahmekriterien entsprechenden Bücher.

Der Gewinner des Deutschen Buchpreises 2017 ist Robert Menasse. Er erhielt am 09.Okt. die Auszeichnung für seinen Roman „Die Hauptstadt“ (Suhrkamp). Die Preisverleihung fand im Frankfurter Römer vor 300 Gästen statt. Die Begründung der Jury: „Das Humane ist immer erstrebenswert, niemals zuverlässig gegeben: Dass dies auch auf die Europäische Union zutrifft, das zeigt Robert Menasse mit seinem Roman ‚Die Hauptstadt‘ auf eindringliche Weise.

Dramaturgisch gekonnt gräbt er leichthändig in den Tiefenschichten jener Welt, die wir die unsere nennen. Und macht unter anderem unmissverständlich klar: Die Ökonomie allein, sie wird uns keine friedliche Zukunft sichern können. Die, die dieses Friedensprojekt Europa unterhöhlen, sie sitzen unter uns – ‚die anderen‘, das sind nicht selten wir selbst. Mit ‚Die Hauptstadt‘ ist der Anspruch verwirklicht, den Robert Menasse an sich selbst gestellt hat: Zeitgenossenschaft ist darin literarisch so realisiert, dass sich Zeitgenossen im Werk wiedererkennen und Nachgeborene diese Zeit besser verstehen werden.“

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